Am Ostausgang der Altstadt von Querfurt, am Steinwegischen Thor in der Merseburger Straße, befand sich ab dem Jahr 1850 das Hospital St. Georg und St. Johanni. Bis dahin standen hier zwei Siechenhäuser, also für die Pflege kranker und alter Einwohner erbaute Gebäude, die hier nur wenige Meter voneinander entfernt existierten. Das eine der beiden nennen Caspar Schneider und Gebhard v. Alvensleben Mitte des 17. Jahrhunderts "das Hospital S. Georgen oder der hl. Geist, so samt der Kapellen im Kriege ganz ruiniret, doch etwas wieder erbauet worden." Der Chronist Caspar Schneider berichtet 1654 zudem für das Vorjahr von einem umstrittenen Blutzeichen in dem „Hospital zum H. Geiste“.
Unterschieden wurden beide Hospitäler in Vorzeiten dadurch, dass man St. Johannis das „unreine Spital“ oder auch „Siechen-Spital“ nannte, St. Georg aber das „reine Spital“ beziehungsweise das „Sundersiechen-Spital“. Laut Ernst Ihle (1938) wurde es zudem „Hospital zum reinen Geist“ genannt. Mitte des 19. Jahrhunderts waren diese Hospitäler aber entweder zu klein oder aber so baufällig, dass man sich zu einem Neubau entschloss, der beide in einem neuen Gebäude vereinen sollte und den Abriss beider Hospitäler zur Folge hatte. Die benachbarte Geistkirche wurde zeitgleich ebenfalls neu errichtet, so dass das Hospital von ihrem Architekten Friedrich August Ritter stammen könnte. Nachweisbar ist das aber bisher offenbar nicht.
Nachdem es jahrelang leer stand, wurde das Gebäude zur "Zuckervilla" umgebaut.