Während der Märzkämpfe im Jahr 1921 kam es zu Morden an verschiedenen Arbeitern in Querfurt. Für sie wurden Denkmäler errichtet, etwa für Willi Burghardt am „Haus der Jugend“ oder für Paul Straube im Obhäuser Weg. Aber auch mittels der Umbenennung einer ummauerten Parkanlage in „Volkspark Paul Straube“ erinnert man an die Vorgänge von 1921.
Dieser Park wurde zuletzt in den späten 1980er Jahren neugestaltet. Die Umbenennung erfolgte hingegen bereits im Jahr 1953. Wahrscheinlich ist dies auch das Jahr der Anbringung der Reliefplatte über dem Eingang an der Merseburger Straße. Sie trägt den Namen des Parks und zwei Reliefdarstellungen. Zu sehen ist links eine männliche und rechts eine weibliche Figur, je von Bäumen und Pflanzen umgeben. Offensichtlich spielen die beiden miteinander, da die weibliche Figur die Hände fangbereit vorstreckt und die männliche Figur ein Objekt in der Hand hält.
Straube, der auch Leiter des kommunistischen Aktionsausschusses in Querfurt war, wird auch auf der Gedenktafel am Rathaus und an einem Denkmal auf dem Friedhof erwähnt