Weißenschirmbach bildet heute einen Doppelort mit Gölbitz, ist aber der wesentlich ältere Ort und bereits vor mehr als 1.100 Jahren nachweisbar. So kann es auch nicht verwundern, dass das Herrenhaus recht stattlich ausgefallen ist und neben zwei Geschossen auch zwei Reihen Dachgauben aufweist. Es war über Jahrhunderte hinweg Stammsitz der Familie Schütz, die laut Johann Siebmacher (1884) zeitweise stärker ausgebreitet war, diente später aber auch als Schnitter-Haus, also zur Unterbringung der Saison- und Leiharbeiter, wie man auf der Seite des jetzt dort ansässigen Ateliers Refugium nachlesen kann.
Recht unüblich für ein Herrenhaus ist zudem der erhaltene Aborterker, da sich solche sonst vor allem an mittelalterlichen Wehrbauten, wie zum Beispiel an der Neuenburg in Freyburg, finden lassen. Seine heutige Gestalt erhielt das Herrenhaus laut einer Tafel im Jahr 1746 durch den Gutsherren Adam Heinrich Schütz. Direkt oberhalb des Gutshofes befinden sich die Kirche und die Reste des Friedhofs.